Erforschung energie- und ressourceneffizienter Schnitt- und Förderprozesse für die Landtechnik (CutFlow)
Projektbeschreibung
Aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung müssen im Jahr 2050 bis zu 70% mehr Lebensmittel verfügbar sein als heute [BME10]. Hinzu kommt der stark zunehmende Bedarf an Biomasse als erneuerbarer Energieträger. Mit einem Anteil von 13% emittiert die Landwirtschaft in der BRD schon heute nicht viel weniger Treibhausgase als der Verkehr [Deh10]. Der Anteil der Landwirtschaft am weltweiten Treibhausgasausstoß beträgt laut UN-Welternährungsorganisation und Greenpeace sogar etwa 30 % [Mau10, Tot10]. Vor diesem Hintergrund ist eine ständige Optimierung landwirtschaftlicher Prozesse hinsichtlich einer Effizienzsteigerung nötig. Sie kann sowohl einen Beitrag zur Sicherstellung der Verfügbarkeit gesunder Lebensmittel aus nachhaltiger Produktion für alle Menschen als auch zum Klimaschutz und zur Ressourceneffizienz leisten. Damit stellt sie eine besonders zukunftsrelevante Fragestellung dar, die zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderung beitragen kann.
Simulationsmodell
Der Antragsteller befasst sich seit vielen Jahren mit dieser Thematik. In dieser Zeit entstanden zahlreiche innovative Lösungsansätze, Erkenntnisse und Methoden, die erfolgreich in der Praxis umgesetzt wurden. Grundlage dafür waren eine meist interdisziplinäre Ausrichtung und der durch die Beteiligung besonders mittelständischer Unternehmen stets stark transdisziplinäre Charakter der bisherigen Forschungsaktivitäten. Mit den nun beantragten Mitteln sollen die vorliegenden Kenntnisse auf dem Gebiet der Landtechnik und dort insbesondere des Schneidens und Förderns landwirtschaftlicher Güter erweitert werden. An diesen Vorgängen sind zahlreiche physikalische Prozesse beteiligt, die in sehr komplexen Wechselwirkungen miteinander stehen. Es soll besonders nach Methoden gesucht werden um diese Effekte zu erfassen, theoretisch zu beschreiben und zu optimieren. Dazu kommen sowohl die Mess- als auch die Simulationstechnik zum Einsatz. Mit den Fördermitteln sollen sowohl die bestehende Forschungsschwerpunkte des Institutes als auch der Hochschule ausgebaut und die Wettbewerbsfähigkeit bei der Einwerbung von Drittmitteln nachhaltig gesteigert sowie das Forschungsprofil der gesamten Hochschule nachhaltig gestärkt werden.
Hochgeschwindigkeitsschnittprüfstand
Projektergebnisse
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Projektpartner
Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH
Ennepetaler Schneid- und Mähtechnik GmbH & Co. KG
Projektlaufzeit
01.07.2017 – 31.08.2020 (interne Weiterbearbeitung)